Martina Malyar Zentral ©

Ein neuer Park für den Alsergrund

Die lange Vorgeschichte in aller Kürze: Angrenzend an die seit Jahren leer stehende Grünfläche in der Lazarettgasse zwischen ONr. 21 und ONr. 27 ist der Bau eines medizinischen Zentrums geplant. Gleichzeitig mit dessen Errichtung sollte der Bauträger auch auf eigene Kosten einen Park für die Allgemeinheit errichten. Die Idee dahinter: Indem eine öffentliche Parkanlage von privaten Investoren finanziert wird, spart der Bezirk nicht zuletzt Steuergelder ein, die anderwärtig eingesetzt werden können.

So weit die Theorie, die vor Jahren in einen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan mündete, der für den neuen Gerda-Matejka-Felden-Park eine entsprechende Fläche mit der Widmung "Erholungsgebiet Park für öffentliche Zwecke" sicherte. Doch die Besicherung läuft 2012 aus, und durch mehrfache Umplanungen des Bauprojekts und mehrfachen Wechsel der Bauträger schien diese Rechnung in Gefahr.

Martina Malyar als konsequente Verhandlerin

Während sich die politische Opposition im Bezirk im Wahlkampf 2010 in populistischen Aktionen erging, ohne konstruktiv an einer Lösung im Wettlauf gegen die Zeit beizutragen, hielt Bezirksvorsteherin Martina Malyar eisern an ihrer Politik des Verhandelns mit den jeweiligen Eigentümern und Bauträgern fest.
Mit Erfolg: „Nach meinen neuerlichen Verhandlungen mit den nunmehrigen Eigentümern und der zuständigen Magistratsabteilung kann ich offiziell bekannt geben, dass eine unendliche Geschichte am Alsergrund ein Ende gefunden hat“, berichtete die Bezirkschefin anlässlich der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung. „Ein Ende, das in Wirklichkeit ein großer Anfang ist: Das Projekt Gerda-Matejka-Felden-Park ist gestartet!“

Die Vereinbarungen im Detail:
1.      auf der Liegenschaft (Lazarettgasse 23-25) soll eine neue Parkanlage errichtet werden
2.   Der Park wird öffentlich zugänglich und nutzbar sein und sowohl Ruhezonen (für PatientInnen und ältere Menschen) als auch Kinderspielmöglichkeiten mit pädagogisch wertvollen Inhalten oder Fitnessübungsgeräten, die auch von rekonvaleszenten Menschen genutzt werden können, bieten
3.    Die Gestaltung des Vorplatzes der benachbarten Volksschule Gilgegasse wird  in das Freiflächenprojekt mit einbezogen
4.      Grundsätzlich soll der Altbaumbestand erhalten bleiben
5.      Zur Sicherung der Nachtruhe der AnrainerInnen soll der Parks in der Nacht gesperrt werden
6.    In Folge der geänderten Rahmenbedingungen wird das veraltete Konzept des seinerzeit beauftragten      Architekten verworfen und durch einen Landschaftsplaner eine neue Gestaltung ausgearbeitet
7.      Die Kosten sämtlicher Leistungen übernehmen Bauherr und Eigentümer (ÖBB/Privatklinik)
8.      Die Magistratsabteilung 42 erhält eine Planungsvidende und ein Bauauf-sichtsmandat
9.      Als Fertigstellungstermin wird Ende 2014 angestrebt

„Diese Vereinbarung stellt das bestmögliche Ergebnis für unseren Bezirk dar: Sie schont unser Budget und sichert den optimalen Erholungswert dieser innerstädtischen Grünfläche“, freut sich Bezirksvorsteherin Martina Malyar über ihren Verhandlungserfolg.

Nicht ohne sich für die oppositionelle Kritik an ihrer Beharrlichkeit in der Vergangenheit zu revanchieren: „Die Opposition wollte ja den Park schon aus dem Bezirksbudget und damit zu Lasten der SteuerzahlerInnen finanzieren. Man darf gespannt sein, wie sie an diesem Erfolg noch mitnaschen wollte.“

Die neue Parkanlage ist benannt nach der Malerin und Volksbildnerin Gerda Matejka-Felden (1901 bis 1984), Gründerin der in Lazarettgasse 27 benachbarten Künstlerischen Volkshochschule.
 

Personen:

12.12.2011